Bewege am PC den Mauszeiger über den Link, ohne zu klicken. Viele Mailprogramme zeigen das Ziel als Hinweis oder am unteren Fensterrand. Vergleiche die tatsächliche Domain mit der bekannten Anbieteradresse – nicht nur mit dem Text des Links.
Hover: anschauen, ohne anzuklicken
Lass den Mauszeiger kurz auf einem Textlink, Bild oder Button stehen. Lies die eingeblendete Zieladresse. Ein Button mit «Rechnung ansehen» kann zu jeder beliebigen Website führen. Auch ausgeschriebener Linktext kann ein anderes Ziel verbergen.
Wird das Ziel nicht vollständig angezeigt, öffne den Link nicht zum Nachsehen. Nutze die bekannte Anbieter-Website. Hover zeigt zudem nur die hinterlegte Adresse; spätere Weiterleitungen und die Sicherheit der Zielseite lassen sich damit nicht abschliessend beurteilen.
Die Domain an der richtigen Stelle lesen
Bei https://konto.beispiel.ch/rechnung steht der Host zwischen https:// und dem nächsten Schrägstrich. konto ist hier eine Subdomain von beispiel.ch. In https://beispiel.ch.fremd.example/rechnung gehört der Host dagegen zu fremd.example. Ein Firmenname irgendwo in der Adresse genügt nicht.
Auch im Pfad nach dem Schrägstrich kann ein bekannter Name stehen. Bei Endungen wie .co.uk lässt sich die zuständige Domain nicht einfach durch die letzten zwei Wörter bestimmen. Wenn du die Struktur nicht eindeutig einordnen kannst, nimm den direkten Weg über die bekannte Adresse.
Was Schloss, Kurzlinks und Versandlinks bedeuten
HTTPS verschlüsselt die Verbindung; es bestätigt nicht, dass der Betreiber ehrlich ist. Auch Betrugsseiten verwenden HTTPS. Verkürzte Links und Versand-Weiterleitungen können legitim sein, verbergen aber das endgültige Ziel.
Gib persönliche Anmelde- oder Rücksetzlinks nicht in beliebige öffentliche Linkscanner ein: Sie können Zugangstokens enthalten. Eine unbekannte Adresse solltest du auch nicht in die Browserzeile einfügen und mit Enter bestätigen, nur um sie zu prüfen.
Der sichtbare Linktext ist ein Etikett. Entscheidend sind das tatsächliche Ziel und der Anlass der Nachricht.
Quellen und weiterführende Hilfe
Die verlinkten Informationen ergänzen diesen Ratgeber. Eine Zusammenarbeit mit oder Empfehlung von MailMigo durch die genannten Stellen wird damit nicht behauptet.