Blende die vollständige E-Mail-Adresse ein und vergleiche den Teil hinter dem @ mit einer unabhängig bekannten Adresse des Anbieters. Der Anzeigename allein sagt wenig aus; selbst eine passende Adresse kann gefälscht oder ein echtes Konto missbraucht sein.
Den Namen aufklappen
Im Posteingang siehst du häufig nur einen Namen wie «Kundendienst». Öffne je nach Mailprogramm die Absenderdetails über den Namen, einen kleinen Pfeil oder «Details». Auf dem Smartphone hilft oft das Antippen des Namens. Lies die Adresse vollständig, ohne auf einen Link im Nachrichtentext zu tippen.
Bei service@beispiel.ch ist beispiel.ch die Domain. Ein vertrauter Firmenname vor dem @ reicht nicht: beispiel-kundendienst@fremd.example gehört zur Domain fremd.example. Die Beispieldomains hier sind nur zur Erklärung gedacht.
Absender und Antwortadresse vergleichen
Ein Mailprogramm kann zusätzlich eine Antwortadresse anzeigen. Weicht diese unerwartet vom Absender ab, lohnt sich eine Rückfrage. Klicke nicht eigens auf Antworten und versende keine Testnachricht, um die Adresse zu prüfen.
Ein anderer Versanddienst ist nicht automatisch Betrug: Unternehmen nutzen etwa Newsletter- oder Rechnungsanbieter. Verifiziere eine unbekannte Domain über den offiziellen Kontakt, statt sie allein wegen ihres Namens zu akzeptieren oder abzulehnen.
Warum selbst die richtige Adresse nicht genügt
Der sichtbare Absender kann vorgetäuscht sein. Ausserdem können Angreifer Zugang zu einem echten Postfach bekommen. Eine plötzlich geänderte Kontonummer bleibt deshalb verdächtig, auch wenn die Nachricht im bisherigen Gesprächsverlauf steht.
Technische Prüfungen wie SPF, DKIM und DMARC liefern zusätzliche Hinweise zur Herkunft. Sie bestätigen aber weder den Inhalt noch eine Zahlungsforderung. Für den Alltag zählt: Passt die Nachricht zu dem, was du mit dieser Person oder Firma vereinbart hast?
Lies die vollständige Adresse – und bestätige ungewöhnliche Wünsche über einen zweiten, bekannten Kontaktweg.
Quellen und weiterführende Hilfe
Die verlinkten Informationen ergänzen diesen Ratgeber. Eine Zusammenarbeit mit oder Empfehlung von MailMigo durch die genannten Stellen wird damit nicht behauptet.