Die kurze Antwort

Bestätige eine unerwartete Änderung der Bankverbindung über eine bereits bekannte Telefonnummer. Ein echter Mailverlauf, korrekte Rechnungsdaten und eine Schweizer IBAN beweisen nicht, dass die Änderung berechtigt ist.

Wenn fast alles stimmt

Bei einer manipulierten Rechnung können Name, Leistung und Betrag vollständig richtig sein. Nur die Bankverbindung wird ausgetauscht. Angreifer können dafür ein Postfach übernehmen oder sich in eine laufende Kommunikation einschleusen.

Besonders prüfenswert sind Nachrichten wie «Unsere Bankdaten haben sich geändert» oder «Bitte die vorherige Rechnung ignorieren». Auch ein QR-Zahlteil kann auf ein anderes Konto führen als bisher.

Ein kurzer Rückruf mit klarer Frage

  1. Nimm die Telefonnummer aus bestehenden Unterlagen oder einem unabhängig geprüften Firmenverzeichnis.
  2. Frage ausdrücklich, ob die Bankverbindung für genau diese Rechnung geändert wurde.
  3. Vergleiche den vollständigen Zahlungsempfänger und die IBAN, statt nur die letzten Ziffern anzusehen.
  4. Bei geschäftlichen Zahlungen: Lass Änderungen nach dem bestehenden Freigabeprozess durch eine zweite zuständige Person bestätigen.

QR-Rechnung und bereits überwiesenes Geld

Lies vor der Freigabe die Zahlungsdaten, welche die Banking-App aus dem QR-Code übernommen hat. Ein korrekt lesbarer Code sagt nur, dass die Daten verarbeitet werden können. Er bestätigt nicht die Identität des Empfängers.

Wenn du schon an ein verdächtiges Konto überwiesen hast, kontaktiere umgehend deine Bank über den offiziellen Weg und frage nach den verfügbaren Sicherungs- oder Rückrufmöglichkeiten. Bewahre Rechnung und Nachrichten als Belege auf. Ob Geld zurückgeholt werden kann, muss die Bank im konkreten Fall klären.

Das kannst du dir merken

Eine neue Kontonummer verdient eine neue, unabhängige Bestätigung.

Quellen und weiterführende Hilfe

Die verlinkten Informationen ergänzen diesen Ratgeber. Eine Zusammenarbeit mit oder Empfehlung von MailMigo durch die genannten Stellen wird damit nicht behauptet.