Ein QR-Code ist nur eine andere Darstellung von Daten. Er macht einen Link oder eine Zahlung nicht vertrauenswürdig. Prüfe den Anlass und die angezeigte Zieladresse beziehungsweise Empfängerangaben, bevor du etwas öffnest oder bestätigst.
Wenn die E-Mail dich aufs Smartphone schicken will
Eine Nachricht fordert dich auf, einen Code mit dem Handy zu scannen, um dein Konto zu bestätigen. Dadurch wechselst du das Gerät und siehst den eigentlichen Link zunächst nicht. Der Code kann auf eine gefälschte Anmeldung führen; diese Masche wird Quishing genannt.
Ein QR-Code kann ebenso legitim sein. Prüfe deshalb zuerst, ob du selbst einen Vorgang gestartet hast und ob sich derselbe Vorgang direkt in der bekannten App nachvollziehen lässt. Installiere für einen ungeklärten Code keine zusätzliche Scanner-App.
Link-Code und Zahlungs-Code unterscheiden
Bei einem Weblink muss die vollständige Zieladresse zum Anbieter passen. Eine Vorschau ist kein Beweis für Sicherheit. Öffnet dein Scanner Ziele automatisch, nutze ihn nicht zum Ausprobieren verdächtiger Codes.
Bei einer QR-Rechnung zeigt die Banking-App Zahlungsdaten an. Vergleiche Empfänger, IBAN, Betrag und Referenz mit deiner Bestellung und einer bestätigten Rechnung. Eine Schweizer Bankverbindung oder ein formal korrektes Rechnungsbild allein bestätigt die Forderung nicht.
Ungewöhnliche Freigaben stoppen
Scanne keinen Code, um eine angebliche Kontosperre zu verhindern, wenn der Anbieter den Vorgang nicht unabhängig bestätigt. Auch eine Aufforderung, ein neues Gerät zu koppeln, kann Zugriff ermöglichen.
Wenn du bereits einen Login bestätigt oder Zahlungsdaten eingegeben hast, sichere das betroffene Konto beziehungsweise kontaktiere die Bank. Nur den Code zu löschen macht eine bereits erfolgte Freigabe nicht rückgängig.
Beurteile, was im QR-Code steckt und was du freigibst – nicht, wie professionell der Code gestaltet ist.
Quellen und weiterführende Hilfe
Die verlinkten Informationen ergänzen diesen Ratgeber. Eine Zusammenarbeit mit oder Empfehlung von MailMigo durch die genannten Stellen wird damit nicht behauptet.