Sichere das betroffene Konto direkt beim echten Anbieter. Bei Karten- oder Bankdaten kontaktiere sofort den zuständigen Anbieter. Schliesse die verdächtige Seite; bereits übermittelte Angaben werden dadurch aber nicht zurückgeholt.
Passwort: Zugang und bestehende Sitzungen sichern
Öffne den Dienst über eine bekannte Adresse oder App, auf einem vertrauenswürdigen Gerät. Ändere das betroffene Passwort und alle weiteren Konten, bei denen du dasselbe Passwort nutzt. Verwende künftig je Dienst ein eigenes Passwort.
Beende fremde oder möglichst alle anderen Sitzungen. Prüfe Wiederherstellungskontakte und zusätzliche Anmeldemethoden. Bei einem E-Mail-Konto sind auch Weiterleitungsregeln wichtig, weil darüber spätere Nachrichten unbemerkt mitgelesen werden könnten.
Karten, Zahlungen und Einmalcodes
Kontaktiere Bank oder Kartenanbieter über die App, deine Karte oder einen anderen verifizierten Kontakt. Erkläre, welche Angaben du eingegeben und welche Freigaben du bestätigt hast. Der Anbieter kann die passenden Sperr- und Prüfschritte festlegen.
Ein Einmalcode ist nicht harmlos, nur weil er abläuft: Er kann während seiner Gültigkeit genutzt worden sein. Auch eine freigegebene Anmeldung kann eine Sitzung eröffnen, die nach dem Ablauf des Codes weiterbesteht. Prüfe deshalb den Kontozugriff zusätzlich.
Nur Name, Adresse oder Telefonnummer eingegeben?
Auch solche Angaben können für spätere glaubwürdige Nachrichten und Anrufe genutzt werden. Rechne mit Rückfragen, die sich auf deine Eingabe beziehen. Ein Anrufer ist nicht automatisch echt, weil er diese Informationen kennt.
Sichere vorhandene Belege, ohne erneut mit der Betrugsseite zu interagieren. Melde den Vorfall beim betroffenen Anbieter; bei finanziellem Schaden auch bei der Polizei. Versprechen fremder «Geld-zurück»-Helfer gegen Vorauszahlung solltest du nicht als Lösung akzeptieren.
Warte bei Zugangsdaten oder Zahlungsfreigaben nicht ab: Sichere den echten Zugang und erreiche den Anbieter unabhängig.
Quellen und weiterführende Hilfe
Die verlinkten Informationen ergänzen diesen Ratgeber. Eine Zusammenarbeit mit oder Empfehlung von MailMigo durch die genannten Stellen wird damit nicht behauptet.